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Intuitives Essen – zurück auf Anfang!

„Es wird gegessen bis der Teller leer ist!“ – so wird schon in jungen Jahren das Essen nach Bauchgefühl schnell zu einer Kopfsache. Das was und wie viel wir essen wird so mit dem Alter immer weniger eine Entscheidung nach Hunger und Sättigung, sondern viel mehr der Erziehung, Gewohnheiten, Empfehlungen, gesellschaftliche Normen und anderen äußeren Reizen. Und das ist nicht der beste Weg!

Durch die einen ständig umgebende Informationsflut rund um das Thema Ernährung und den unrealistischen Schönheitsidealen kann die in Kinderjahren bestehende Intuition beim Essen sozusagen abtrainiert werden. Dabei sollte der Körper selbst einem doch am besten zeigen können was und wie viel er braucht. Die Theorie der Intuitiven Ernährung ist relativ jung. Sie möchte weg von Diäten und Regeln und wieder hin zu den Anfängen, bevor man beeinflusst wurde.

Wenn deine Intuition dich jetzt nach der nächsten Schokotafel greifen lässt, bleibt das nicht andauernd so. Denn wenn man sich wieder erlaubt, alles zu essen, wird es schnell langweilig, wenn es immer nur Schokolade gibt. Dein Körper verlangt nach einer Weile die nährstoffreichen und natürlichen Lebensmittel, die er braucht – so zumindest die Theorie.

 

Zum kleinen 1x1 der intuitiven Ernährung gehört Folgendes1:

  1. Es geht darum, das Hunger- und Sättigungsgefühl bewusst wahrzunehmen. Bei körperlichem Hunger wird gegessen. Und es wird aufgehört, wenn man angenehm satt ist. In dem Blogpost Teil 2 zum Thema „Die sieben Arten des Hungers“ erfährst du, wie sich körperlicher Hunger anfühlt.

  2. Befrage vor dem Essen den Bauch statt Kopf: Will oder brauche ich das wirklich? Esse ich aus Hunger oder eher aus Langeweile oder anderen Emotionen? Es geht dabei nicht darum, den einen oder anderen Anlass für das das Essen als besser oder schlechter zu bewerten. Es geht eher darum, sich den Grund für das Essen bewusst zu machen. Auch emotionales Essen ist in gewissem Maß (!) völlig in Ordnung.

  3. Alles ist immer erlaubt, nichts ist verboten. Es gibt kein Gut und Böse beim Essen! In unserem Blogpost "Verbote beim Essen? Vergiss sie!" beschreiben wir, warum Verbote nicht zum Ziel führen. Oder, wenn du es lieber hören mag, kannst du es in unserem Podcast „#6 Herz und Verstand: Warum Verbote verboten sind“ tun.

  4. Nimm aufmerksam deine Körpersignale wahr. Spüre nach dem Essen, ob du es gut vertragen hast oder nicht und ob du dich energetisch oder träge fühlst. Das Ziel ist es, dass du dich nach dem Essen besser als vorher fühlst.

  5. Lege den Diät-Gedanken mit lauter Restriktionen und Kalorienzählen ab und lasse den Genuss zu. Auch hierzu gibt’s etwas in unserem Podcast essenZ für’s Ohr #5 Wissenshäppchen: Diäten braucht kein Mensch!        

  6. Sei behutsam und respektvoll mit deinem Essen und vor allem deinem Körper. Die Body-Positivity-Bewegung hat dazu auch einige Ideen.

  7. Das Essen dient nicht dazu, Emotionen oder Situationen zu verbessern. Dafür sind gute Gespräche mit vertrauten Personen, Schlafen oder Bewegung und Sport viel geeigneter. 

  8. Nimm dir ausreichend Zeit und Ruhe für deine Mahlzeiten. Wie du es schaffst bewusster dein Essen zu genießen, findest du bereits in unserem Blogpost „Essen bewusst genießen“.  

  9. Für ein besseres Körpergefühl und klare Gedanken, was dir gut tut und was du gern machen möchtest, können Bewegung, Meditation und Achtsamkeitsübungen dir helfen.

  10. Sei geduldig mit dir, teilweise dauert es wieder seine Intuition für Essen zurück zu bekommen und seine Körpersignale zu erkennen, diese richtig zu deuten und für sich die richtigen Entscheidungen zu finden.

 

Durch das intuitive Essen Gewicht zu verlieren ist möglich, der Fokus liegt jedoch nicht darauf. Vielmehr möchte man erreichen, dass das Thema Ernährung wieder Spaß bringt und nicht negativ behaftet ist. Man soll sich wieder wohlfühlen und im Einklang mit dem eigenen Körper stehen. Dadurch steigert sich auch die allgemeine Zufriedenheit, die psychische Gesundheit und dadurch häufig auch die körperliche Gesundheit – sofern sie in Mitleidenschaft gezogen wurde.

Die Methode der intuitiven Ernährung unterstreicht nochmal, was wir von essenZ auch in der Praxis vermitteln: Jede Person ist individuell und benötigt einen eigenen Weg, um glücklich und gesund zu leben.
Wir helfen dabei wie ein Kompass. Die Körperzusammensetzung und Blutwerte sind jedoch für deine Gesundheit nicht zu unterschätzen. Daher unterstützen wir die Idee der intuitiven Ernährung, sehen jedoch auch unsere Aufgabe darin, unser Ernährungswissen mit deinem individuellen Weg zu verknüpfen.
Gemeinsam steigern wir so neben deinem Körperglück auch deine allgemeine Gesundheit.

 

(Saskia Neumeier)

 

Übrigens! Heike war im Interview über intuitives Essen in dem Magazin MADAME. In dem Artikel erfährst du noch mehr zu diesem tollen Thema.

  


Quellen:

1 Artikel "Einfach aufs Bauchgefühl hören" / Landeszentrum für Ernährung Baden-Württemberg / Isabel Lück (https://landeszentrum-bw.de/,Lde/wissen/Ernaehrungsinformation/Ernaehrungswissen/Intuitive+Ernaehrung)


 Bild:    © mymieu / pixabay.com 

Dienstag, 01 September 2020 01:12
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