Eat that Frog

Der Blogbeitrag enthält unaufgeforderte und unbezahlte "Werbung" wegen Buchtitelnennung. 

Zum Glück ist dieses Prinzip des Zeitmanagements nicht wortwörtlich gemeint! Es handelt sich beim „Frosch essen“ um eine Metapher, welche der amerikanische Autor und Erfolgscoach Brian Tracy 2001 in seinem Buch „Eat that Frog“ benutzte. Doch was hat das Froschessen mit Zeitmanagement zu tun?

Der Frosch symbolisiert in diesem Fall eine besonders unangenehme bzw. aufwendige Aufgabe, die wir eigentlich lieber nicht und vor allem nicht jetzt erledigen mögen. Denn eben diese Aufgabe ist laut Herrn Tracy gleichermaßen unangenehm wie die Vorstellung, einen glitschigen und unappetitlichen Frosch essen zu müssen – die französische Delikatesse ist damit natürlich nicht gemeint! Während das für die einen vielleicht das Vereinbaren eines lang aufgeschobenen Zahnarzttermins ist, ist es für die anderen eventuell die drückende Steuererklärung. Vielleicht ist es für dich sogar der Anruf bei uns, denn auch die eigene Ernährung optimieren zu wollen, kann im ersten Moment ein unappetitlicher Frosch sein – zumindest im übertragenen Sinne, denn zum Froschessen raten wir niemals, nie, nicht. (Psst! Und wir können an dieser Stelle noch eine Entwarnung geben: Springst du über deinen Schatten und lernst uns erst mal bei einem freundlichen Telefonat kennen, wirst du schnell bemerken, dass bei uns dein Wohlfühlen im Vordergrund steht und alle Sorgen um Verbote und „Du musst…“-Aussagen ganz fix verfliegen!)

Der amerikanische Autor appelliert mit dem Spruch „Eat that Frog first“ daran, die unangenehm scheinenden Aufgaben nicht immer wieder aufzuschieben, sondern sie direkt als erstes abzuhaken. Meist sind diese Aufgaben auch die größten und dringlichsten. Diesen Ratschlag anzunehmen bringt natürlich einige Vorteile mit sich:

  • Die eigene Energie nutzen
    Frisch in den Tag gestartet hat man meist noch mehr Energie als am Nachmittag oder Abend, wenn der Feierabend schon ruft. Daher bietet es sich an, den Frosch direkt morgens loszuwerden. Muss man einen Frosch essen, bringt es nichts, sich diesen vorher lange anzugucken. So ist es auch bei der unbeliebten Aufgabe: Denke nicht lange darüber nach, sondern gehe sie direkt an. Wir bemerken zum Beispiel häufig in der Beratung, wie viel Zeit mit dem Gedanken verbracht wird, ob jetzt ausreichend Zeit für das Kochen da ist. Unser Tipp: Kürze die Denkphase ab und koche dir einfach etwas. Viele Rezept-Ideen (Link: https://essenz.hamburg/rezepte) haben wir für dich schon bereitgestellt.

  • Prioritäten setzten und Zeit sparen
    Zusätzlich setzt du wichtige Prioritäten, denn während z. B. die fertige Spülmaschine auf dich wartet, tut deine Steuererklärung und erst recht deine Gesundheit das nicht! Prokrastination, also das Aufschieben von Aufgaben, ist zusätzlich ein wahrer Zeitfresser. Verbesserst du dein Zeitmanagement, gewinnst du also auch Zeit für dich, in der du deinem Lieblingssport nachgehen, dich mit Freund*innen treffen oder auf deine ganz eigene Art und Weise entspannen kannst.
  • Freier Kopf
    Viele Menschen versuchen mit aller Kraft den Frosch zu verdrängen, im Hinterkopf quakt er jedoch weiter. Die Folgen sind schlechte Laune und eine sinkende Motivation. Räumst du also direkt den Frosch aus dem Weg, kannst du dich danach mit einem freien Kopf an die angenehmeren Aufgaben machen und dir stolz auf die Schulter klopfen – so kann der Tag motiviert weitergehen, der Rest wird ein Klacks sein!

So weit, so gut, doch um diese Methode erfolgreich umsetzen zu können, sind folgende drei Schritte wichtig:

  1. Identifiziere eine Aufgabe als Frosch. Meist ist es jene, die besonders unangenehm und schwer wirkt und bei der wir, wenn wir ehrlich mit uns sind, gerne alles andere lieber machen würden. Na, hast du schon einen Frosch im Sinn?

  2. Manchmal ist die unbeliebte Aufgabe zu groß, um sie an einem Morgen zu erledigen. Abhilfe leistet es, den Frosch nicht im Ganzen zu verschlingen, sondern ihn in kleinere Portionen zu unterteilen. Stück für Stück gelingt es so, ihn trotzdem am Ende erledigt zu haben.

  3. Zuletzt hilft Anerkennung! Das kann deine eigene sein, indem du auf deiner To-do-Liste den Frosch endlich mit Erleichterung abhakst oder auch die von Freund*innen, Kolleg*innen oder auch deiner Familie, denen du von deinem Vorhaben erzählt hast.

Erfolg für Erfolg wird dir die Überwindung leichter fallen und eine produktive Gewohnheit entstehen – eat that Frog!

 

(Saskia Neumeier)


Bild: © pixel2013 / pixabay.com

Mittwoch, 08 September 2021 05:37

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