Beeren • Lebensmittel des Monats • Juni 2020

Warum haben es die Beeren auf Platz 1 der Lebensmittel des Monats bei uns geschafft?

Endlich ist der langersehnte Sommer da und die Beeren sind los! Allein optisch prägen sie mit ihren kräftigen, satten Farben den Geschmack und das Gefühl des Sommers. Doch auch mit ihren „inneren Werten“ überzeugen uns die schönen Beeren als echte Power-Lebensmittel. Denn sie sind voller gesunder Inhaltsstoffe, enthalten überraschend wenig Zucker und sind dabei trotzdem ein echter Gaumenschmaus. Dank der Vielfalt – egal ob rote, grüne, weiße, süße, saure, dicke oder kleine Beeren – findet jeder etwas Passendes für seinen Geschmack.

Wo kommen die Beeren her?

Schon die Augen der Jäger und Sammler strahlten beim Anblick der Beeren, die überall auf der Welt in ihrer freiwachsenden Form (Hmmm! Wald-Erdbeeren!) zu finden sind. Und auch im heimischen Garten, versteckt zwischen grünen Hecken und Sträuchern, oder direkt vor unserer Haustür sind die Früchtchen zu Hause. Ganz bequem lassen sie sich das ganze Jahr über auch im Supermarkt finden. Im Sommer frisch, im Rest des Jahres tiefgekühlt.

Übrigens! Unter dem Begriff „Beeren“ lassen sich erstaunlicherweise nicht alle Süßfrüchtchen zusammenfassen. Botanisch gesehen zählen Erdbeeren, Himbeeren und Brombeeren nicht zu Beeren, sondern zu Sammelnussfrüchten. Aufgrund ihrer fleischigen Fruchtwand werden sie dennoch umgangssprachlich zu den Beeren gezählt.


Was kann man beim Einkauf von Beeren beachten?

Frisch gepflückte, reife Beeren schmecken am besten. Werden sie zu früh, also unreif geerntet, reifen sie leider nicht mehr nach. Darunter leidet vor allem das Aroma. Beim Einkauf lohnt sich daher der Griff zu Beeren aus der Region, denn diese haben einen kurzen Transportweg und damit steigt die Wahrscheinlichkeit, dass sie grad zuvor erst gepflückt wurden. Das freut dann nicht nur die Zunge, sondern auch die Umwelt und unsere regionalen Landwirte und Obstanbauer. Eine Ausnahme gilt für Stachelbeeren, diese können zu Hause noch reifen.

Damit die Früchtchen lange haltbar bleiben, empfiehlt sich, sie zu Hause kühl und dunkel zu lagern. Geeignet ist besonders das Gemüsefach des Kühlschranks oder der Keller. Am besten vorher die Transportverpackung entfernen, so sind sie länger haltbar. Blütenblätter und Stängel erst kurz vor dem Verzehr entfernen und die Beeren beim Abwaschen nur kurz in Wasser legen, sonst verlieren sie ihr Aroma.


Wie verwendet man Beeren?

Ob klassisch pur gegessen oder in Torten, zu Pfannkuchen, als Rote Grütze oder in einer Bowle (mit oder ohne Alkohol), Beeren lassen sich vielseitig einsetzen. Wir haben für dich leckere und vielfältige Beeren-Rezepte für die Sommersaison zusammengestellt.

1. Köttbullar mit Preiselbeeren
2. Schoko-Quark mit Nüssen und Beeren
3. Himbeer-Minz-Sorbet
4. Erdbeer-Spargel-Salat mit Schinken
5. Overnight-Erdbeer-Oats

Wie viele Lebensmittel schimmeln leider auch Beeren – und das leider manchmal sehr schnell. Ist eine Beere schimmelig, raten wir die benachbarten Beeren auch wegzuwerfen. Sie könnten bereits verdorben sein, ohne dass du es siehst. Um sie schon im Vorhinein vor dem Verderb zu schützen, kannst du sie selbstverständlich gleich vernaschen oder beispielsweise mithilfe eines Gefrierbeutels oder Tiefkühldose einfrieren. So kannst du sie portionsweise auftauen und genießen.

Hast du überreife Früchtchen? Kein Problem, denn aus diesen lassen sich wunderbar leckere Smoothies oder Marmeladen zaubern – die beide hervorragend als leichte Süße in einem erfrischenden Joghurt geeignet sind.


Was macht die Beeren so wertvoll?

Obwohl sie so klein sind, haben sie es echt in sich: Ein Vitamin reiht sich an das andere, und dazwischen befinden sich auch noch Mineralstoffe und sekundäre Pflanzenstoffe. Mit vielen Ballaststoffen runden sie das gesunde Paket komplett ab und sorgen so für eine gute Verdauung. Zucker? Fehlanzeige! Den findest du in Beeren kaum.

Wenn du die Beeren regelmäßig konsumierst, freuen sich neben der Zunge auch das Herz und der Rest des Körpers. Denn laut einer dänischen Studie (2019) kann der Verzehr von täglich durchschnittlich 500 mg sekundärer Pflanzenstoffe das Risiko für Krebs- und Herzerkrankungen mindern. Diese kannst du z. B. bereits durch den Verzehr von 180 g schwarzen Johannisbeeren oder 225 g Heidelbeeren erreichen. Wenn das mal kein Grund ist, diese Früchtchen täglich auf den Speiseplan zu rufen.

 

(Sina Reiter)

 

* Quellen:    Dänische Studie: Flavonoid intake is associated with lower mortality in the Danish Diet Cancer and Health Cohort
 
                   Fachartikel: Sekundäre Pflanzenstoffe (2019, Jana Maria Knies in ERNÄHRUNGS-UMSCHAU) 
                    Fachartikel: Sekundäre Pflanzenstoffe und ihre Wirkung auf die Gesundheit – Eine Aktualisierung anhand des Ernährungsberichts 2012. DGEinfo (12/2014) S178–186.
                    Internetseite:  https://www.verbraucherzentrale.de/wissen/lebensmittel/kennzeichnung-und-inhaltsstoffe/regionale-lebensmittel-11403 I
                    nternetseite: https://www.erdbeeren.de/wissenswertes/erdbeeren-sind-keine-beeren/


Bildquelle:  © Sina Reiter 

Montag, 01 Juni 2020 05:45

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